Zinsnachzahlung?

Wir prüfen, ob Sie von Ihrer Sparkasse höhere Sparzinsen einfordern können. Denn die Sparkassen haben bundesweit zu geringe Sparzinsen gezahlt. Zur Berechnung arbeiten wir mit einem Bankgutachter zusammen, der gerichtsfeste Gutachten erstellt. Dabei winken Ihnen Nachzahlungen von mehreren Tausend Euro pro Vertrag. Eine Prüfung Ihres Sparvertrages macht sich also mehr als bezahlt. Denn fast alle der uns vorliegenden Prämiensparverträge enthalten unwirksame Zinsanpassungsklauseln, die ersetzt werden müssen. Wichtig ist dabei, dass Zinsnachzahlungen nicht nur bei gerade gekündigten oder ausgelaufenen Verträgen eingeforderten werden können, sondern auch in Fällen, wo sich Anleger bereits mit der Kündigung abgefunden haben.

So hat etwa die Sparkasse Hannover bei einem „S-Prämiensparen flexibel“ Vertrag eine Nachzahlung von rund 8.600 € angeboten und zwar bei einer Laufzeit von 25 Jahren und einer Sparrate von 255,65 €. Die Sparkasse beruft sich dabei auf einen „gewichteten Mischzinssatz“, der sich an den vom BGH anerkannten Bundesbankzinsen orientieren soll.   

Tatsächlich gibt der BGH jedoch keine Bundesbankzinsen vor, sondern lediglich, dass es sich bei Prämiensparverträgen um ausgesprochen langfristige Sparverträge handelt und solche Zeitreihen zu verwenden sind, die dem Anlagehorizont des Anlegers am nächsten kommen. Es kommt hinzu, dass die Sparverträge meist auf mindestens 20 bis 25 Jahre abgeschlossen sind, die Bundesbank aber lediglich eine 10 Jahreszeitreihe veröffentlicht. Kaum ein Sparer überblickt jedoch die von der Sparkassen herangezogenen Zeitreihen und macht sich die Arbeit, die Neuberechnung seiner Sparkasse kritisch zu hinterfragen.

Musterfeststellungsklage
Die VZ Sachsen hat Mitte 2019 aus diesem Grund ein Musterfeststellungsverfahren beim OLG Dresden gegen die Sparkasse Leipzig eingereicht. Wir begrüßen diese Klage nachdrücklich. Allerdings sind von dieser Klage direkt nur die Verträge der Stadtsparkasse Leipzig betroffen. Die Kunden anderer Sparkassen müssen ihr Recht deshalb selbst in die Hand nehmen und gegen die Sparkassen selbst klagen. Nur so können die Zinsen zurückgefordert werden und eine Verjährung gehemmt werden.

Weitere Zinsforderung bis zu 36.000 €

Dass sich dies lohnt, belegt die von uns in Auftrag gegebenen Nachberechnung anhand der Zeitreihe WX 4260, wo wir in dem beschriebenen Fall zu einer weiteren Nachzahlung von rund 6.000 € gelangen. Geld genug, um bei der Sparkasse nachzuhaken.